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Fragestellung und Vorschlag

Fallbeispiel 1

Mailverlauf einer Interessentin!
Guten Tag Herr Wolfram,
meine Eltern haben einen ca. 11 Monate alten Chihuahua-Rüden. Mutter ist leider der
Ansicht, dass ein so kleiner Hund keine Hundeschule braucht und sie die Erziehung ohnehin
selber beherrscht (sie ist über 70 und hatte bisher keinen Hund!).
Derzeit wird jedes störende Verhalten damit wegargumentiert, dass der Hund ja noch so jung
ist und das alles anders wird, sobald er kastriert und älter ist. Da ich selber mit Hunden keine
Erfahrung habe, kann ich leider auch nicht beurteilen, was ein so junger Hund schon
beherrschen sollte und welche Eigenarten er sich schon zugelegt hat, weil er keine
Erziehung bekommt:
Beispiele:
dauerndes Kläffen, wenn sein Frauchen telefoniert, kann keine Minute allein in der Wohnung
gelassen werden (er bleibt nur im Auto ohne Probleme kurz alleine) Lokalbesuche sind nur
unter Stress möglich, da er keine 5 Minuten auf seinem Platz sitzen bleibt und ständig
herumwuselt und auch mal wild zu kläffen beginnt. ....... etc.
Ab welchem Alter kann man mit der Erziehung beginnen?
Ich glaube, es Bedarf bald professioneller Hilfe und ich überlege, ob ich meiner Mutter
einen Gutschein für die Hunderziehung als Weihnachtsgeschenk geben soll? Können Sie mir
Preise für ihre Trainingsleistungen oder Beratung nennen. Machen sie auch Hausbesuche im
14.Bezirk? Vielleicht könnte ich auf diese Weise meine Mutter dazu bringen mit
der Hundeerziehung zu beginnen.
Antwortmail Nr. 1
Guten Tag,
Lieben Dank, für Ihre stellvertretende Anfrage.
Sie haben in jedem Fall Recht - Ja wohl auch kleine Hunde sind eben Hunde, sie möchten
Gutes lernen, damit ihr Leben in der Stadt gesichert ist. Hunde wollen und müssen lernen,
egal in welchem Alter, wie jedoch bei uns Menschen auch je älter ein Lebewesen wird umso
länger braucht dieses um Neues zu lernen. Erziehung im ursprünglichen Sinn beginnt beim
Hund sogar schon kurz nach Geburt. Lebens Langes Lernen ist vom Prinzip, auf Freiwilligkeit
aufgebaut, dem zufolge sind auch alle meine Angebote aufgebaut. Ein müssen, ist hinderlich
beim Lernerfolg für den Hund, oft auch beim Mensch. Überleben sichern und fördern, ist mein natürlicher Zugang.
In der Stadt Wien leben grundsätzlich keine Wildhunde. Was ein Hund also lernen "soll", ist
auch abhängig von seinem Lebensraum in dem er leben muss.
Ich schlage Ihnen also
folgendes vor. Sie investieren erst mal € 35,00 in einen persönlichen ca. 90 min.
Beratungstermin, bei dem wir dann auch die Honorarfrage klären werden. Sie, Ihre
Mutter sowie Ihr vierbeiniges lernwilliges Familienmitglied, sind herzlich eingeladen sich bei uns fortzubilden.

Senden Sie uns also Ihren Terminwunsch!
… im Jänner fand dann ein Indoortermin statt.

Antwortmail Nr. 2
Guten Tag,
Es freut Sie bestimmt, dass sich Ihre Eltern für eine Zusammenarbeit mit mir und
zu einem 5 Einheiten Programm für „Rolf“ entschieden haben.
Wir beginnen im Februar nach Abheilen der OP Wunde und werden erst mal eine
Ressourcenordnung herstellen. Erste Übung dazu wurde schon gezeigt. Ich habe
Informationen dazu ausgegeben, und Verständnis hergestellt. Im Allgemeinen zeigte Rolf
eine wohl behütete Entwicklung, welche sich zum teil von einer „hündischen“ entfernt. Ihre
Eltern sind sich Ihrer Verantwortung bewusst und gewillt entspannt „dazu zu lernen“. Ich bin
sicher wir können, das eine und das andere gesunde Verhalten in eine tiergerechte
Entwicklung lenken, an dem auch Ihre Eltern Freude finden. Als Honorar für vorerst 5
Einheiten wurden €280,00 vereinbart. Ihre Eltern wissen ich bin für Sie telefonisch
erreichbar, sollte ich nicht abheben können, melde ich mich schnellst möglich zurück wenn
auf das Band gesprochen wird. Aussendungen welche Lernhilfen zum Nachlesen beinhalten,
sende ich per Mail an Ihren Vater und gegebenenfalls bringe ich diese ausgedruckt mit.
Freue mich Rolf zu helfen, und eventuell auch Sie bei einem Termin kennen lernen zu
dürfen.
Mail Nr. 2 dieser Interessentin
Sehr geehrter Herr Wolfram, Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Es freut mich, dass sich meine Eltern endlich zu einer Hundeschulung durchringen
konnten und Rolfi`s Erziehung in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Sie sollten aber wissen,
dass dieser Erfolg nicht meinen Bemühungen zuzuschreiben ist, da ich bisher mit dem
Thema professionelle Hundeerziehung immer starke Entrüstung hervorgerufen habe. Der
Kontakt meiner Eltern mit Ihnen kam erst durch jemanden anderen zustande.
Das Verhältnis zu meinen Eltern ist derzeit etwas getrübt, da der liebe kleine Rolfi
bei seinem letzten Besuch bei uns das Haxerl an unserer Sitzgarnitur gehoben und sich dort
erleichtert hat (beim Besuch davor wars nur der Teppich!).
Dass ich darüber nicht gerade begeistert war und der Hund den Nachmittag an der Leine
verbringen musste, damit er nicht weitere Ecken in unserem Haus unkontrolliert besprengen
konnte, nimmt man mir bis heute sehr, sehr übel. Aber ich wusste mir leider keine andere
Lösung, da Rolfi  ja keinerlei Kommandos versteht und nur kreuz und quer herumwuselte.
Auch bange ich vor einem neuerlichen Besuch von Rolfi, da ich nicht weiß, wie man dem
Haxerlheben und dem Urinieren im Haus vorbeugen kann. Ich mag zwar Hunde sehr, aber
mit Hundeurin in Sofa und Teppich bei jedem Besuch und dem Unverständnis seiner Besitzer
über meine Abneigung dagegen habe ich keine Freude.
Vielleicht findet sich im Rahmen der Schulung auch hier eine Lösung. Aber bitte erwähnen
Sie mich in diesem Zusammenhang nicht.
Viel Erfolg mit der Schulung von Rolfi, Frauchen und Herrchen
Auszug meiner weiteren Antwort, nach dem ich den Hund gesehen habe!
Guten Tag!
Herzlichen Dank für Ihre Antwort und die Schilderung der Vorkommnisse aus Ihrer Sicht, hilft
mir ernsthaft sehr.
„Erziehung beim Hund“ = ein "hartes Brot", eigentlich gar nicht! Oft jedoch ein Berufsfeld für unterschiedlichste Professionen.

Rein sachlich kann man sich einem solchem Themenblock nur schwer nähern. Natürlich
erwähne ich vor Ihrer Familie nicht Ihre Informationen, auf Ihren Wunsch.
Die von Ihnen geschilderte eingesetzte „Maßnahme", kam nach dem Rolf Ihr Heim markiert
hat. Das ist natürlich aus Menschen Sicht verständlich. JAWOHL, Rolf  braucht wirklich nicht
ins Wohnheim seiner Gastgeber pinkeln. Leider kann er das nicht wissen, jedoch bestimmt
wird er den Unterschied lernen können.

"Gelernt" hat Rolf in diesem Zusammenhang jedoch etwas, dass aus seiner Sicht nicht
unmittelbar mit seiner „Tat“ (seinem Verhalten) stand.
Ihre Schwiegereltern jedoch durften lernen, so ein Verhalten kann Rolf zeigen, also gilt es
Vorkehrungen zu treffen = Ressourcen – Ordnung herstellen! Lernen vom Hund!
Jedes Verhalten das uns ein Hund zeigt, entspricht auch den Naturgesetzen „Ursache und
Wirkung“, und ist von uns als verantwortungsbewusste Menschen für den Hund zu leiten
und danach zu bewerten, wollen wir aus dem Hund nicht etwas „technisches“ machen.
Ursachen die mir spontan einfallen könnten sein,
a) Rolf hatte vor Besuch zu wenig Bewegung im Freien, damit auch nicht ausreichend
Gelegenheit seine Blase zu entleeren.
b) Rolf hatte während dem Besuch nicht zeitgerecht Gelegenheit ins Freie zu kommen, um
seine Blase zu entleeren
c) zuviel Aufregung vor und am Weg zu Ihnen
d) Stress aufgrund vielfältiger Gerüche, unerklärlicher Emotionen wie auch Signale
e) hohes ausgeprägtes Revierverhalten
f) Erziehungsdefizite
g) Hormonelle Disharmonien
h) Angst
Bei jungen Hunden ist sehr häufig ein Mix aus unterschiedlichsten Ursachen merkbar.
Welche der genannten Ursachen könnte aus Ihrer Sicht bei diesem Zwischenfall zutreffen?
Sie lernen wenn Sie sich darauf einlassen möchten nebenbei gleich mit, und haben
sachliche Argumente vorzubringen.
Persönliche Anmerkung:
Unterschiedliche Wahrnehmungen und Erfahrungen der Menschen welche mit Hund leben,
lösen eine Vielzahl an Emotionen aus. Leider auch solche die dem Hund als eigenständiges
Lebewesen nicht dienlich sind. Wie vielfach in der Stadt sichtbar, entzweit solches
„Emotionschaos“ die Menschen. Hoffe Ihre momentane "Verstimmung" wird sich nicht durch
Schuldzuweisung verschärfen, sondern eher mit in Richtung Verständnis beider Seiten,
wieder in eine Balance bringen lassen.
Ich bemühe mich mit meinem Antworttext dazu beizutragen.
Nette Grüsse,
Karl C. WOLFRAM
1140 Wien
+43 (0) 699 107 208 78
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"Erfolgreiches Hundetraining beginnt beim Dialog mit Menschen"

Fallbeispiel 2

Anfrage:
Guten Tag!
Haben seit 3 Monaten einen Kuvasz, er ist jetzt 7 Monate alt, und haben ein so unsere
Probleme mit ihm. Sie ist extrem ängstlich, deshalb knurrt und bellt sie auch jeden an
(versucht auch manchmal zu schnappen).
Wir bitten um einen Termin. Hoffentlich bis bald.
Antwort:
Guten Tag,
Sehr gerne, sehe ich mir Ihr Familienmitglied an. Im Anhang Vorinformationen für Sie.
Bitte geben Sie auch Ihre Adressdaten bekannt sowie eine Rückrufmöglichkeit.
Möglicher Termin zur Erstabklärung, Dienstag, 1. Februar. 2011, 16:00 Uhr. Dieser Termin
wird bis Mittwoch 26. Jänner für Sie reserviert.
Freue mich auf Ihre Zusage.
Nette Grüsse,
Karl C. WOLFRAM
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"Erfolgreiches Hundetraining beginnt beim Dialog mit Menschen"
Auswertung nach dem mir die Hündin Indoor vorgestellt wurde:
Sehr geehrte Familie,
Vielen Dank, dass Sie mir Ihre 7 Monat junge Kuvasz Hündin vorgestellt haben, und
überlegen Hilfestellung anzunehmen.
Schon im Anbetracht des Umfeldes (Volksschule) in dem Ihre Hündin lebt, und auch Ihrer eigenen
Sicherheit und Verantwortung gegenüber Ihren Kindern, nicht zu Letzt auch für Ihre Hündin
selbst, ist in Ihrem Fall eine Hundehalter Schulung in Theorie und Praxis in Form von
Einzeltraining dringend zu empfehlen. Sofort können Sie unabhängig davon, klare
Hausregeln erstellen, Anweisungen nur mehr über Motivation abverlangen, richtige
Hilfsmittel einsetzen, und Ihrem Hund damit ebenfalls Sicherheit bieten.
Bei meinem Indoorbesuch am 1. Februar 2011, zeigten sich klare Formen von Unsicherheit
und zwar sowohl beim Hund als auch bei Ihnen allen. Erziehungsdefizite, unklare
Positionierung und falsch eingesetzte Bestärkung verschlimmern Ihre Situation und sind klar
sichtbar.
Hoffe ich konnte Ihnen anschaulich über die sich noch zu erwartenden steigenden dzt.
gefährlichen Verhaltensweisen Ihre Hündin ausreichend Hintergrundinformationen liefern
(s.h auch Vorinformation u. heutiger Anhang). Das Ihre Hündin fast durch die Glasscheibe
geht, wenn Ihr Sohn davor steht, sind Alarmzeichen genug, abgesehen davon, dass Ihre
Hündin keine Menschen hüten soll, auch nicht solche die sich im Familienbund kurz
anschließen!!
Die Aufgabe von Wachhunden im Stadtgebiet ist zielorientiert alarmieren!
Aktives Selbst motiviertes Menschen hüten oder sogar aktiv angreifen, ist nicht Ziel einer
Privathundehaltung!! Sollte das Ihr Ziel für die Aufgaben Ihrer Hündin sein, bin ich der
falsche Trainer. Ihre Hündin braucht ganz andere Aufgaben, das kann eine lebenslange
schöne Herausforderung für Mensch und Tier werden!

Honorarangebot: € 60,00/Einheit
Bitte melden Sie sich bis KW 6, ob ich Sie bei unserem Programm begrüßen darf.
Nette Grüsse,
Karl C. WOLFRAM
1140 Wien
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Fallbeispiel 3

Anfrage:

guten abend!

ich schon wieder. entschuldigen sie bitte, daß es immer so lang dauert,
aber ich hab ein akutes zeitproblem. es löst sich jetzt schön langsam,
deswegen kann ich ihnen mal ein bißchen sagen, wann ich zeit hätte.
ich würde vorab gerne nochmal ein gespräch führen, um ihnen meine
schwierigkeiten darzulegen. und alles abzuklären. ohne hund.
außer sie befinden das für unnötig??.... dann könnten wir gleich
loslegen. da müßten sie mir dann vorher noch sagen, wie die kosten
ausschauen. ich habe mir schon 3 wochen urlaub genommen, in denen ich
unbedingt einen termin haben möchte. wenns noch welche gibt. das wären
kw 10, 22 und 28. wobei juli ja bei ihnen ausfällt.
ich könnte jetzt am 22.01. oder den 15.02. den termin von ihnen nehmen.
wenn er noch frei ist. bis dahin weiß ich dann hoffentlich schon mehr.

vielen dank schonmal

mit freundlichen grüßen

AMY und Julia

Erklärung:

An diesem Fall arbeiten wir nur bedingt, es handelt sich um eine Staffordhündin, welche mit unserer Unterstützung bereits eine Prüfung zum Wr. Hundeführschein bestanden hat, wir jedoch die weiteren Ziele und die Motivation der Hundehalterin nicht einschätzen können.

JA, auch unsere Hilfe stößt an Grenzen, doch wollen wir diese abbauen helfen!

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